„»… Klimawandel, klassische Umweltprobleme, Energiekrise, Wasser- und Ernährungskrise sowie das Wachstum der Weltbevölkerung kumulieren sich zu einer übergeordneten Metakrise, die die Überlebensbedingungen des Erdsystems in Frage stellt. « … Die Metakrise ist eine Katastrophe ohne Ereignis, denn sie besteht gerade in der Kontinuität, im schieren Weitermachen. Sie hat keine klar benennbaren Akteure und Schuldigen, keinen präzisen Moment oder einen begrenzbaren Ort, kein einzelnes Szenario – vielmehr viele, große und kleine, deutliche und undeutliche, wahrscheinliche und unwahrscheinliche Zeitpunkte, Lokalitäten und Verlaufsformen.“ *

 
 
 
 
 
 

Über einen längeren Zeitraum beschäftigten sich Sabrina Podemski und Margrit Miebach mit fiktiven Bildern, Erzählungen, Szenarien und Imaginationen von Zukunft, vor allem mit Entwürfen, die Zukunft als Katrastophe und dystopische Welt darstellen. So nehmen apokalyptische visuelle Stimmungen in Science Fiction Filmen gleichermaßen Bezug auf gegenwärtige Ereignisse als das sie auch unser Verhältnis zu Zukunft gestalten. Sie sind daher immer auch Ausdruck eines kollektiven Imaginären, das sich oftmals als ein dystopisches Bild darstellt. Es setzt sich aus den verschiedenen Bilderspuren gegenwärtiger Krisen und Katastrophen immer wieder aufs Neue zusammen, wird transformiert, kontextualisiert oder verfremdet bis es dann wieder verschwindet, um dann woanders wieder aufzutauchen.

Die Ausstellung Metakrise zeigt das Erkunden unzähliger Bilderspuren, eine Suche nach utopischen Fragmenten, die  irgendwo zwischen dem Möglichen und Unmöglichen verborgen zu liegen scheinen. 

 

*) aus: Horn, Eva: Zukunft als Katastrophe, Frankfurt am Main 2014, S. 19-22


Die Ausstellung Metakrise wird ermöglicht durch die Förderung der Stadt Köln, der Bezirksvertretung Ehrenfeld und der Beatrix Lichtken Stiftung.